Helikopter Hysterie und Helikopter Hysterie ZWO
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> Helikopter Hysterie Psychografische Historie. Limitierte Auflage von 100 Exemplaren,
Erratik Institut Berlin 1991,
2. überarbeitete Auflage 1994, limitiert auf 50 Exemplare, 3. Auflage, limitiert auf 100 Exemplare 1998

Helikopter Hysterie. MaasMedia Berlin 1997, 2. Auflage 2003

Helikopter Hysterie ZWO. Überarbeitete und erweiterte Ausgabe, MaasMedia Berlin 2004

Helikopter Hysterie ZWO. Erneut überarbeitete und erweiterte Ausgabe, MaasMedia Berlin 2006, 2. Auflage 2008, 3. überarbeitete Auflage 2011
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Vorwort zur 2. Auflage der "ersten" Helikopter Hysterie (1994)


01_Vor einem Hubschraubereinsatz

Die Morgenluft ist vom Getöse der aufheulenden Motoren erfüllt. Rotorblätter werfen unheilvolle Schatten.

Woher stammen diese Zeilen? Ich weiß es nicht. Vermutlich habe ich sie irgendwo gelesen. Vielleicht gehören sie als Bildunterschrift zu einem der zahlreichen Zeitungsbilder oder clippings, die sich im Archiv angesammelt haben. Dort finden sich großformatige Farbfotos neben winzigen schwarz-weißen Schnipseln, die zunächst in dicken Alben (später auch digital) archiviert wurden. Es sind tausende, und alle zeigen Hubschrauber.

Rotorblätter werfen unheilvolle Schatten, die ich erstmals während eines Aufenthalts in San Francisco im Jahre 1987 gewahrte. Alles begann mit einem schwarzweißen, viertelbogengroßen United-Press-Foto, abgedruckt in einem Exemplar des San Francisco Examiner, das auf dem Küchentisch lag. Es zeigte einen havarierten Hubschrauber, der auf der Seite liegt, das Landegestell eingeknickt, der Rotorkopf zerschlagen – Bildunterschrift: "Helicopter blade of chopper that killed Morrow & the two children lies in the foreground."

Das Zeitungsbild war stark gerastert, grobkörnig, fast unscharf. Die Betrachtung erzeugte eine psychotektonische Sensation von halluzinatorischer Qualität. In diesen Vortex zog es wieder und wieder meine Aufmerksamkeit, ein überwältigend schizophrenes Gefühl von Nähe über unmögliche Distanz erzeugend. Es brachte die irritierende Faszination in Erinnerung, die ich als Schüler erlebt hatte, wenn im Unterricht Schreckensbilder von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs (WK1) gezeigt wurden. So fremdartig und übervoll waren diese Bilder vergangenen Grauens, dass ich meinen Blick nicht abwenden konnte und wie in Trance immer wieder, immer weiter hinsehen musste, um mehr zu sehen – mehr als vielleicht tatsächlich zu sehen war – bis sich die Bilder in etwas anderes, etwas Phantastisches verwandelten – in Gedankenbilder, in Ahnungen, in eine virtuelle, virtuose, durch keine kartesianische Koordination zu erfassende Psychotopologie von unbekannten Ausmaßen, durch die sich zu bewegen möglich war, weil die offenbare Ungeheuerlichkeit der Prozesse, in Fraktionen abgebildet, eine übermächtige Faszination stimulierte, die alles weitere, alles nicht dem Grauen Zuzuordnende ausschloss. Es ergab sich die Macht oder Möglichkeit, dort hinein zu gelangen, einzudringen über die Distanz von Raum – und weit phantastischer – von Zeit: "Was geschieht, wenn dich das, was du siehst, obzwar aus Distanz, auf habgierige Art zu berühren scheint, wenn die Art und Weise des Sehens eine Art der Berührung darstellt, wenn Sehen eine Berührung aus Distanz bedeutet? Was geschieht, wenn das Gesehene sich deinem Blick aufzwingt, so als ob der Blick ergriffen, berührt und mit der Erscheinung in Kontakt gebracht worden ist?" (Maurice Blanchot). Von dieser Qualität war jenes Zeitungsfoto eines havarierten Hubschraubers, der Nukleus der vorliegenden Helikopter Hysterie.

Die zu dem Foto gehörende Story berichtete von den Bemühungen des Regisseurs Steven Spielberg, eine TV-Serie aus den 60er-Jahren als Episodenfilm auf die große Leinwand zu bringen – Twilight Zone. Die Episoden handelten generell von unheimlichen Dingen wie Werwölfen, verwunschenen Gegenden, Zeitreisen, Dimensionssprüngen, Geistern, Dämonen oder Spukhäusern, aber auch von Tod und Verderben, die als Folge von Schwäche, Angst oder Missverständnis über die Charaktere kommen.

Für das Remake hatte Spielberg den Schauspieler Victor Morrow angeworben, der bereits in der Originalserie den Reisenden im Dämmer der Zwischenzeit gespielt hatte. Der Kinofilm Twilight Zone sollte ebenfalls aus Episoden bestehen. Victor Morrow sollte einen Mann darstellen, der sich (vermittels irgendwelcher unerklärten Kräfte) plötzlich im amerikanischen Vietnamkrieg wiederfindet, wo er zwei Kinder rettet, mit denen er durch Reisfelder, Dschungel und Sümpfe flüchtet. Dabei geraten sie in einen Angriff amerikanischer Helikopter auf ein Dorf aus Bambushütten, das am Set in den Universal Studios in Hollywood aufgebaut worden war, zusammen mit Gerüsten und Strukturen, von denen herunter Feuerwerke für eine realistische Darstellung des Kampfgeschehens sorgten.

Die Dreharbeiten verliefen tragisch. Während der Aufnahmen zu einer Verfolgungsszene kollidierte ein Hubschrauber mit einem solchen Gerüst und ging nieder. Er stürzte auf genau die Stelle, an der sich Morrow, die beiden Kinder unter dem Arm, durch knietiefes Wasser kämpfte. Alle drei wurden von dem unkontrolliert wirbelnden Rotor erschlagen.

Die zweite Lokalzeitung, der San Francisco Chronicle, berichtete ebenfalls über den Zwischenfall. (Eigentlich ging es um eine Gerichtsverhandlung im Zusammenhang mit dem Unglück, das sich bereits 1981 zugetragen hatte.) Auch hier gab es ein Foto. Zu sehen waren die schemenhaften Gestalten der Darsteller, dramatisch beleuchtet von den Explosionen, darüber der mächtige Schatten des nahenden Hubschraubers. Irgendjemand, vielleicht ein Redakteur, hatte einen Pfeil hineingezeichnet, dazu die Zeichen "#5", und die Bildunterschrift sagte: "Arrow points to structure no. 5". Beide Fotos schnitt ich aus, trug sie in der Jackentasche bei mir, zog sie hier und da hervor, um sie zu betrachten. Zweifellos ein sonderbares Verhalten, wie ich wohl erkannte.

Der weitere Verlauf der Reise entlang der Westküste der USA brachte mich damals nach San Diego, wo etwas begann, das ich später als erratische Helikopter-Fotografie bezeichnen sollte. In einer ausgedehnten Wildnis nahe der Grenze zu Mexiko, wo Marinetruppen der Naval Helicopter Training School Landeübungen abhielten, fotografierte ich niedrig fliegende riesige Hubschrauber – CH-53er und Chinooks – mit einer simplen Nikon TW2 mit Autofocus und nur zwei Brennweiten (35 oder 70 mm). Obwohl alles andere als eine Profikamera, machte dieses Gerät ausgezeichnete Aufnahmen, welche die gleiche seltsame Faszination auf mich auszuüben begannen wie die zuvor erwähnten Zeitungsausschnitte.

Bis zum heutigen Tag habe ich jeden Hubschrauber fotografiert, dessen ich ansichtig wurde, egal wie weit entfernt er auch war, und unabhängig davon, ob er auf einem Abzug nur als schwarzer Punkt vor einem grauen Himmel zu sehen sein würde.

So weit, so gut. Es stellten sich natürlich einige Fragen grundsätzlicher Art – beispielsweise: Durch welchen Umstand (oder welche Kombination von Umständen) mochte dieses plötzliche Interesse an Hubschraubern/Hubschrauberfotos ausgelöst worden sein? Warum war das nicht schon früher geschehen? Wodurch unterschied sich dieses Pressefoto eines abgestürzten Hubschraubers von anderen Pressefotos abgestürzter Hubschrauber? Denn ganz sicher hatte ich solche irgendwann/irgendwo schon mal gesehen, davon war doch wohl auszugehen. Lag es an der Umgebung, an einem besonderen Gemütszustand? Warum hatte nicht ein früheres Bild einen ähnlichen Eindruck hinterlassen, einen ähnlichen Effekt gehabt? Wenn das Motiv des havarierten Helikopters eine Art Schlüsselreiz für irgendetwas gewesen sein sollte (was ja scheinbar der Fall war), wieso hatte ein früherer gleicher oder ähnlicher Reiz nicht eine gleiche oder ähnliche Wirkung gehabt? Nach einiger Überlegung begann ich davon auszugehen, dass irgendein anderes Pressefoto, eine Darstellung, ein Bild, vielleicht das eines abgestürzten Passagierflugzeugs, einer Schiffskatastrophe, eines Autounfalls oder eines anderen Desasters* prinzipiell eine ähnliche Reaktion hätte auslösen können. Kein besonders beruhigender Gedanke. Wenn ich dem Ereignis "Ich werde eines Pressefotos ansichtig, das einen havarierten Hubschrauber zeigt" keinerlei Bedeutung beimessen konnte, das heißt, wenn es "zufällig" aufgetreten ist, wenn ich keine irgendwie gearteten Erklärungen für meine Faszination von deren Gegenstand herleiten konnte, dann musste ich wohl oder übel den Grund bei mir selbst suchen.

* oder auch durch etwas ganz anderes: ein Gemälde? In der französischen Oper heißt ein solcher besonderer Sinnesreiz coup de foudre. Der Held sieht ein einziges Mal seine spätere Geliebte und ändert daraufhin sein ganzes Leben. Der Reiz kann auch von einem Gemälde ausgelöst werden.

Und – abgesehen von der Frage, woher diese plötzliche Faszination oder Neugier oder Hinwendung stammte – was bedeutete sie? Werden auf diese Weise Hobbys (oder Kunst) geboren? Exzentrik? War da überraschend eine nihilistische Ader hervorgetreten, die mit einer Katastrophe als Katalysator meine Phantasie belegte? Wie sollte ich mein Verhalten einschätzen? Wie konnte ich die Umstände, ja wie konnte ich mich selbst mit kühlem Interesse und gebotener Distanz betrachten? Ich schien mich in einer surrealen Episode zu befinden. Die Fotos hatten einen derart unauslöschlichen Eindruck hinterlassen, dass er zum Kristallisationspunkt einer zumindest für mich neuen Interpretation des Motivs Helikopter werden sollte. Zurück in Berlin bildeten die beiden Zeitungsausschnitte und die Fotos aus der Wildnis der südkalifornischen Küstensümpfe die Grundlage für eine systematische Erfassung des Komplexes Helikopter/Hubschrauber, geschehen im Winter 1987/88. Hier ist der eigentliche Beginn der vorliegenden Arbeit markiert.

Ich begann Zeitungsberichte und -bilder zu sammeln, Bücher über Technik und Geschichte der Hubschrauber zu studieren. Ich besuchte das Deutsche Hubschraubermuseum in Bückeburg, nahm Korrespondenzen auf – mit Militär- und Privatarchiven, mit Technikern, mit Wissenschaftlern. Ich versuchte Lücken zu füllen und Widersprüche zu klären, die sich aus den Recherchen ergeben hatten. Auf Videobändern sammelte ich Hubschrauber, die im Fernsehen gezeigt wurden, in Filmen, Nachrichten oder Werbespots.

Freunde und Mitarbeiter, denen dieses Treiben nicht verborgen blieb, reagierten mehrheitlich mit einer seltsamen Affinität, und die unterschiedlichsten Materialien (Fotos, Werbebroschüren, fotokopierte Texte, handgeschriebene Notizen über Hubschrauber in einer bestimmten Fernsehsendung, Hubschrauber-Servicehandbücher und -bauteile sowie jede Menge Spielzeug und Modellbausätze) fanden den Weg in mein Arbeitszimmer. Der Helikopter entwickelte sich rasch zu einer Obsession, einer Art Fetisch. Er war überall. Er war schön. Die Erregung, die ich verspürte, wenn ich mich mit ihm beschäftigte, bezeichnete ich aus einer Laune heraus als Helikopter Hysterie, eine Bezeichnung, die als Titel der vorliegenden Arbeit die Vieldeutigkeit des gesamten Unterfangens reflektieren sollte. Englisch gehört lautet er helicopter history – Hubschrauber-Geschichte …

Meine persönlichen unmittelbaren Annäherungen an das Objekt der Besessenheit waren nicht nur stets von Aufregung und Staunen begleitet, sondern oft auch von vermehrt auftretenden Zusammenfällen unwahrscheinlicher Begebenheiten.

Über Präkognition ist viel geschrieben worden, und manches davon habe ich gelesen. Aber nichts hat mich auf einen außergewöhnlichen Zwischenfall vorbereitet, der sich anlässlich eines Hubschrauber-Rundflugs in New York am Ostersonntag 1991 ereignete. In diesem Jahr hielt ich mich in New York auf, vervollständigte meine Studien zur Psychologie des Großstadtmenschen und arbeitete nebenher als Berater bei der Produktion eines Werbespots für Devotionalien zur gerade erfolgreich abgeschlossenen Operation Desert Storm. Während der Osterferien besuchten mich Freunde aus Berlin, und wir beschlossen, einen Hubschrauber-Rundflug über Manhattan zu unternehmen. Als einziger Termin für einen solchen Rundflug kam der sonntägliche Osterfeiertag in Frage – obwohl wir wussten, dass die Stadt von Touristen überlaufen war und dies auch bei den Rundflugterminals der Fall sein würde. Tatsächlich war der Heliport an der 34. Straße vollkommen überfüllt. Wir kauften Tickets und reihten uns in die Schlange der Wartenden ein. Durch die Panoramafenster des Abfertigungsgebäudes konnten wir beobachten, wie ein Helikopter landete, die Passagiere ausstiegen, sich in den Rotorabwind duckten und davonliefen, um Platz zu machen für die nächsten Fluggäste, die schon in einer Ecke des Flugfeldes warteten. Nachdem diese eingestiegen und die Türen sicher verschlossen waren, erhöhte der Pilot die Drehzahl, bis der Helikopter von der Betonrampe abhob und über den East River davonflug. Einige Minuten später landete eine andere Maschine, und alles wiederholte sich. So warteten wir, und mit uns etwa 100 weitere Personen.

Während wir in der Schlange recht langsam nach vorne rückten, diskutierten wir darüber, in welchem der beiden Hubschrauber wir wohl fliegen würden, wenn wir erst einmal an der Reihe wären. Zwei Hubschrauber waren im Einsatz. Meine Freunde sprachen über die Auswahlmöglichkeit wie Kinder, die sich auf eine Karussellfahrt freuten. Sie wollten in der Bell 206 Jet Ranger fliegen, einer eleganten kastanienbraunen Maschine. Ich dagegen bevorzugte den Westland Wessex, eine Weiterentwicklung der Sikorsky SH-58, die als ein Modell aus den 60er-Jahren längst nicht mehr so weit verbreitet war, und da ich nicht wusste, wann (und ob) ich je wieder eine solche Gelegenheit bekommen würde, gab ich diesem Modell den Vorzug.

Meine Begleiter wussten um mein großes Interesse an allem, was Hubschrauber betraf, und das Gespräch entwickelte sich schnell in diese Richtung. Wir sprachen auch (es konnte wohl nicht anders sein) über Unfälle, Wahrscheinlichkeiten, Zufälle und Zusammenfälle. Die Freunde spekulierten ganz ungeniert darüber, dass etwas passieren könnte. Sie leiteten diese Möglichkeit (oder sogar eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit) von meiner Helikopterbesessenheit ab. Wir debattierten heftig und vergnügt, sehr zum Verdruss anderer Wartender, die nichts hören wollten von Unfällen oder Abstürzen.
Nachdem wir bereits eine Stunde oder so gewartet hatten, verging meine aufgeregte Vorfreude scheinbar übergangslos und wich einem Zustand innerer Ruhe, der begleitet wurde von einer seltsamen Klarheit bezüglich irgendetwas schrecklich Ontologischem. Leise, aber mit fester Stimme erklärte ich sodann, dass es nun „nicht mehr nur möglich, sondern geradezu höchstwahrscheinlich“ sei, dass „irgendetwas passieren“ werde. Der Ton dieser Hervorbringung überraschte mich und meine Begleiter gleichermaßen. Ein wenig verwirrt warteten wir nun schweigend für etwa eine weitere Stunde. Schließlich standen wir vor der Türe, die auf das Flugfeld hinausführte. Mit zwei weiteren Rundflugtouristen wurden wir vom Bodenpersonal zu der vorgesehenen Warteposition geleitet. Kurz zuvor war die Westland gestartet, der Jet Ranger wurde zurückerwartet, und es sah so aus, als würde ich meinen round trip eben nicht in der Maschine bekommen, die ich mir gewünscht hatte. Doch es kam anders. Der Jet Ranger tauchte in unserem Blickfeld auf, flog über der Flussmitte parallel zur Uferlinie, bis er auf der Höhe des Heliports direkt vor unseren Augen ins Wasser stürzte. Um uns herum kam es sofort zu aufgeregter Geschäftigkeit, Leute gestikulierten und redeten durcheinander. Alles war so schnell gegangen, fast wie ein Stein war die Maschine aus dem Himmel gefallen, die Zeit hatte dem Piloten gerade gereicht, um die Schwimmvorrichtung aufzublasen, auf deren Pontons der Hubschrauber nun auf den sanften Wellen des East River flussabwärts trieb.

Es traf mich wie ein Schlag. Gleichzeitig wusste ich, dass – was immer hier passierte – noch nicht vorbei war, und dass die Verbindung, die ich anscheinend irgendwie zu der Entwicklung zukünftiger Ereignisse hergestellt hatte, weiter bestand, und dass ich noch immer sicher war zu wissen, was als nächstes passieren würde. Ich bestand darauf, das Gelände sofort zu verlassen, da es demnächst abgesperrt und der Flugbetrieb mit Sicherheit zumindest vorübergehend eingestellt werden würde. Wir drängten uns durch die mit Menschen gefüllte Wartehalle zum Ausgang, gerade rechtzeitig, um den Wachmann zu passieren, der sich an der Tür postierte und niemanden mehr hinein- oder herausließ. Ich wollte gerade das Gebäude umrunden, um einen besseren Blick auf den Fluss zu haben und den darauf treibenden Hubschrauber zu fotografieren, als ich das Fahrzeug eines Fernsehsenders bemerkte, das eben auf dem Gehweg hielt. Ein Reporter mit Mikrofon und ein Kameramann stiegen aus, und ich sagte zu meinen Freunden (im so genannten Brustton der Überzeugung), dass wir nicht nur gerade diese unglaubliche Begebenheit erlebt und einen Helikopter-Absturz beobachtet hatten (wir konnten immer noch nicht so richtig fassen, was da gerade passiert war), sondern dass wir zu alledem auch noch ins Fernsehen kämen, um darüber zu sprechen.

So geschah es dann auch: Während ich noch ausführlich die Fragen des Reporters beantwortete, wurde ich mir bewusst, dass, obwohl ich bereits viel erzählt, so doch noch nichts gesagt hatte, was auch tatsächlich gesendet werden würde. Dies änderte sich aber, als mich der Reporter schließlich fragte, wie ich es denn nach diesem Unfall mit der Fliegerei halten, ob ich mein Ticket zurückgeben und nicht fliegen würde. Ich erkannte, wie sich alles fügte, und meine Antwort war als ein Kommentar zu dem Geschehen ein wirklicher Treffer. So kam es, dass Heinrich Dubel am Ostersonntag 1991 in den 22-Uhr-Nachrichten auf Channel 11 New York zu sehen war und sagte: "What do you think, man? That two helicopter fell down the same day. This is the best moment to ride, ja?"

Diese Episode hinterließ einen tiefen und langanhaltenden Eindruck. Genaue Bedeutung und tatsächlicher Grund für diese meine Verbundenheit mit den Geschehnissen stellten sich als Rätsel dar, dessen Lösung sich dort finden musste, wo ich bereits suchte – in meiner noch immer ungeklärten Faszination für das Objekt Hubschrauber.

Scheinbar unterschiedliche Einwände (von Freunden/Kollegen) wurden gegen meine Bereitwilligkeit vorgebracht, eine direkte Verbindung zwischen den Ereignissen und meiner Person zu vermuten oder zumindest nicht von vornherein auszuschließen. Von Herbeigerede, Einbildung und Zufall war die Rede. In der Hauptsache wurde jedoch immer wieder festgestellt, dass die Maschine wahrscheinlich auch abgestürzt wäre und das Fernsehen darüber berichtet hätte, wenn ich nicht anwesend gewesen wäre – was wohl zweifelsfrei als zutreffende Annahme betrachtet werden kann. Allerdings erklärt diese Variante nicht, wie oder warum ich, da ich nun einmal vor Ort war, eine derart vorwegnehmende Aussage treffen konnte. Meine scheinbar absolute Gewissheit das zukünftige Geschehen betreffend – war sie ein Zufall? Oder hatte ich, durch eine schon vorhandene Präokkupation sensibilisiert, irgendwas Kommendes irgendwie erfahren, bevor es irgendwann passiert? Oder sollte ich mich einer von meinen bei dem Vorfall anwesenden Freunden (die die gesamte Episode mit wachsendem Staunen, sogar mit allen Anzeichen des Unglaubens verfolgten) vermuteten Paranoia ergeben haben, nämlich der, dass meine Anwesenheit (also ich) die Ereignisse irgendwie beinflusst hatte? Überhaupt Paranoia: Bestand nicht ebenso die Möglichkeit, dass die Anwesenheit der Freunde und ihr Wissen um meine Affinität dem Hubschrauber gegenüber der Dynamik der Situation zuträglich gewesen sein könnte? Ich musste an Robert A. Heinleins Vermutung denken: "Wenn du glaubst, du hast übersinnliche Kräfte, dann hast du vielleicht wirklich welche ...?" Und ich glaubte nicht mal, dass ich irgendwelche psychischen Kräfte hatte. Vielleicht galt auch: "Wenn andere glauben, du hast psychische Kräfte, dann hast du vielleicht welche?"

Ein anderer Zwischenfall: Im Begriff, eine Videokamera zu kaufen, verlässt eine Frau den Laden des Händlers, um die Kamera auszuprobieren. Als sie diese auf einen vorbeifliegenden Hubschrauber richtet und die Aufnahmetaste drückt, beginnt die Maschine zu taumeln und stürzt ab.

Der New Yorker Zwischenfall schien mich nah an das Wesen meiner Besessenheit herangeführt zu haben. Ein vorläufiges Ergebnis meiner Bemühungen, dieses Wesen in Gestalt oder Beschreibung festzuhalten, ist die 1994 erschienene Abhandlung Frühgeschichte des Hubschraubers – nicht mehr als eine rudimentäre und sentimentale Annäherung, die versucht, seltsame oder außerordentliche Informationen zu isolieren, Geschichten vielleicht, Anekdoten, Koinzidenzen, Parallelen, Träume, eben Nebensächlichkeiten eigentlich technomorpher Genese, die unter den Gesichtspunkten reiner Technologiegeschichte – wenn überhaupt – bis dahin nur als Fußnote erfasst worden waren. Die Frühgeschichte war der erste Schritt einer denkbar umfassenden Vermessung. Im Januar 1998 erschien (als Typoskript in einer Auflage von 100) die erste Helikopter Hysterie, mit dem Untertitel Psychographische Historie eines nahezu unbekannten Phänomens – eine erweiterte Zusammenfassung bisheriger Ergebnisse: Analysen und Überlegungen.

Diese Veröffentlichung führte erstaunlicherweise zu einem Echo, zu einer Reihe sozusagen omnimedialer Rückkopplungen, bei denen der Zufall Regie zu führen schien. Die Überzeugung, dass ich mit meiner Helikopterbesessenheit und den subsequenten Aktivitäten ein Feld beeinflusste, in dem sich helikopterbezogene Ereignisse zutrugen, wurde im Laufe der Zeit zu einer recht unerschütterlichen Gewissheit, die zunächst allerdings durch nichts als häufig, manchmal täglich sich wiederholende Eindrücke oder Begebenheiten gestützt wurde. Tatsächlich waren die Helikopter plötzlich überall. Ich erlebte den Helikopter nicht als die in technische Gestalt und Funktion gesetzte Idee seiner eigenen Geschichte, sondern als in meiner Geschichte, in meiner Psyche stark wirkende Kraft. So lenkte der Helikopter – nachdem ich ihn lange genug beobachtet hatte – meine Aufmerksamkeit schließlich auf die Hysterie. War nicht schon der Titel, den ich dem Unterfangen (unbewusst, haha) verpasst hatte, Diagnose dessen, was mich ergriffen hatte? Machte nicht die Hysterie einen neuen Funktionstyp von Sprache und Repräsentation sichtbar? War nicht überhaupt die Hysterie ein Zeichensystem außerhalb der Sprache und außerdem eine bekannte Reaktion auf extreme Synchronizitäten. Und keine dieser Ansichten brachte den Funken eines Beweises mit sich. In einer plötzlichen und unerklärlichen Situation war eben alles vorstellbar und jeder Gedanke so überzeugend wie der nächste.

Im Frühjahr 1999 erschien in Deutschland Das verknotete Subjekt – Hysterie in der Moderne von Elizabeth Bronfen. In einem Interview adressierte die Psychoanalytikerin ein Problem, mit dem auch ich mich herumzuschlagen hatte. Auf die Frage "Sie verweigern die Definition. Wie kann es wissenschaftlichen Fortschritt geben, Irrtumserfahrung ohne Methodologie? Ihre Hysterie-Analyse lässt sich auf alles und jeden anwenden." antwortete Bronfen: "Meine wissenschaftliche Methodik ist in gewissem Sinne auch hysterisch. Mit jeder Deutung komme ich einer Sache näher, aber das letzte Wort ist nie gesprochen."

Treffender hätte ich meine immer weiter ausufernden, sich wiederholenden und in diesen Wiederholungen sich selbst bestätigenden Betrachtungen des Hubschraubers nicht beschreiben können. In einem größeren Bilde erzeugte ich eine Reihenfolge, eine Ordnung, ein Muster, und rekurrierend wurde auf diese Weise vielleicht eine allgemeine Ursache sichtbar. Eine sinnreiche Funktion, die alles, was wünschenswert war oder notwendig, absonderlich oder willkürlich, so beständig wie Naturgesetze werden ließ. Zu Wiederholungen kamen Doppelungen (entlang einer coaxis oder auch x-lateral).

Elaine Showalter, ebenfalls Psychoanalytikerin, konstatierte in ihren Hystorien – Hysterische Epidemien im Zeitalter der Medien, dass die hysterische Erzählung "in den vergangenen zehn Jahren zu einem poetologischen Begriff geworden ist". Oha. Ich konnte nicht umhin festzustellen, dass dies eben auch jener Zeitraum war, in dem meine kuriose und möglicherweise auch irgendwie zwanghafte Neugier hinsichtlich Helikoptern (oder Helikopter-crashes, was auch immer) initial aufgetreten war und in eine Entwicklung mündete, deren Fortschreiten in diesem Buch dokumentiert ist. Die Hystorien waren schon 1997 erschienen. Kollegen hatten mich wiederholt darauf hingewiesen, doch schaffte ich es lange, die Lektüre zu umgehen. Welchen Befund hatte ich denn zu erwarten? In ihrem Titel verschränkte Showalter noch direkter als ich die Worte Hysterie und Historie. Während ich aus einem phonetischen Instinkt heraus über eine Sprachgrenze hinweg einen Gleichklang bemühte, schuf sie mit dem Zwitterwort Hystorie ein typographisches Faktum, mit dem sie die Wirklichkeit (un)geschehener Geschichte(n) festzuschreiben suchte. Sicher lag ich mit meiner Diagnose nicht ganz falsch. Narrative Inkohärenz und falsche Verknüpfungen sind als Merkmale einer Hysterie einzuschätzen. Im Poststrukturalismus wird die Hysterie mit einer Literatur identifiziert, die fragmentarisch, unzugänglich und vieldeutig ist. Wenn dieser Text irgendetwas war, dann auf jeden Fall fragmentarisch, unzugänglich und vieldeutig.

<Science?><Fiction!> las sich der Befund einer "Entartung" (nach Max Norden): "Der Hysteriker lügt nicht bewusst. Er glaubt an die Wahrheit seiner tollsten Erfindungen. Die krankhafte Beweglichkeit seines Geistes, die übertrieben leichte Erregbarkeit seiner Einbildungskraft führt seinem Bewusstsein allerlei wunderliche und unsinnige Vorstellungen zu. Eine Folge der Empfänglichkeit des Hysterikers für Suggestion ist seine unwiderstehliche Nachahmungssucht und der Eifer, mit welchem er auf alle Eingebungen von Schriftstellern und Künstlern eingeht." Hernach war ich überzeugt, mich im Zustand und Zentrum einer Entrücktheit selbstgenerierter, autodiagnostizierter Provenienz zu befinden, die sich zudem epidemisch in meiner Umgebung auszubreiten schien. Oder in dem, was ich für meine Umgebung hielt, weil es eben gerade meiner Wahrnehmung zugänglich war. Ich versuchte, die Nähe von Künstlern und Schriftstellern zu meiden. Die Lektüre von Showalters Hystorien trug nicht dazu bei, meine Befürchtungen zu beruhigen, schürte aber auch mein Entzücken. In der Literaturwissenschaft hat man natürlich oft genug die Erfahrung gemacht, dass Ähnlichkeiten zwischen zwei Geschichten keineswegs bedeuten, dass beiden eine gemeinsame Realität zugrunde liegt oder die Autoren auch nur den Text des jeweils anderen gelesen haben. Wie alle Texte haben auch Hystorien eigene Konventionen, Stereotypen und Strukturen. Schriftsteller finden gemeinsame Themen vor, erben Kompositionstechniken, Charaktere und Bilder; diese gemeinsamen Elemente bilden als eine Form der Überschneidung Intertextualität.

Wenn ich etwa bei Showalter las, dass "die Männer in Schwarz in ihren schwarzen Cadillacs und auch die schwarzen Hubschrauber Bestandteil der Literatur rechtsextremer und paramilitärischer Gruppen" sind und sich "Entführungsberichte und andere paranoide Verschwörungsängste nicht nur an diesem Punkt überschneiden", dann überschnitt sich meine Paranoia nicht nur an diesem Punkt mit der wilden und wahren Natur einer Intertextualität, die sicher nicht zufällig als oberflächliche Imitation, als trügerische Verkörperung daherkam. Das kannte ich ja. Das hatte ich schon bei mir gelesen. "Jeder Text ist das Werk einer Vielzahl lebender und toter Autoren" hatte Burroughs durchaus trocken erklärt. Und hinzugefügt: "Reden heißt lügen". Und Steven Shaviro rückte mit Doom Patrols alles noch näher zusammen: "Exakt die richtige Mischung an Zutaten. Alles ist entzwei, alles ist geborgt oder gestohlen. Plagiarismus ist demokratisch, denn jeder kann ein Plagiat begehen. Der Text bekommt eine völlig andere Bedeutung, wenn er einem Plagiator in die Hände gefallen ist."

Wo ich zunächst in einem Vakuum gefangen schien, erwuchs nun Rettung, Zuspruch und Verdoppelung, denn "in der Wissenschaft sollte es keinen Platz geben für das Dogma. Der Wissenschaftler ist frei, jede Frage zu stellen, jede Erklärung zu bezweifeln, jeden Beweis zu suchen, jeden Fehler zu korrigieren", wie J. R. Oppenheimer 1955 noch einmal klar gemacht hatte. Freud selbst, erfolgreicher Geistesdisziplin-Erfinder, schrieb in seiner verdrehten, mitteleuropäischen Kartographie Triebe und Triebschicksale: "Wir haben oftmals die Forderung vertreten gehört, dass eine Wissenschaft über klaren und scharf definierten Grundbegriffen aufgebaut sein soll. In Wirklichkeit beginnt keine Wissenschaft mit solchen Definitionen, auch die exakteste nicht. Der richtige Anfang der wissenschaftlichen Tätigkeit besteht vielmehr in der Beschreibung von Erscheinungen, die dann weiterhin gruppiert, angeordnet und in Zusammenhänge eingetragen werden. Schon bei der Beschreibung kann man es nicht vermeiden, gewisse abstrakte Ideen auf das Material anzuwenden, die man irgendwoher (...) herbeiholt. Noch unentbehrlicher sind solche Ideen (...) bei der weiteren Verarbeitung des Stoffes. Sie müssen zunächst ein gewisses Maß an Unbestimmtheit an sich tragen; von einer klaren Umzeichnung ihres Inhaltes kann keine Rede sein. (...) Sie haben also strenge genommen den Charakter von Konventionen, wobei aber alles darauf ankommt, dass sie doch nicht willkürlich gewählt werden, sondern durch bedeutsame Beziehungen zum empirischen Stoffe bestimmt sind, die man zu erraten vermeint, noch ehe man sie erkennen und nachweisen kann." Es gehörte also zur Idee einer Wissenschaft, erst recht zur Idee einer neuen Wissenschaft, tastend zu sich selbst zu kommen und volle Klarheit erst gegen Ende zu erreichen, oder, um mit Hegel zu sprechen: "Die Eule der Minerva beginnt erst in der Dämmerung ihren Flug."


anagrammaschine

<Dogma?><Go mad!> Die Helikopter Hysterie ist ein großzügig anagrammatisch wirkender Apparat, eine Maschine zur Produktion selbstähnlicher Muster. Die Helikopter Hysterie generiert unablässig isomorphen content. Das Unbekannte ist etwas, das man nicht geradlinig ansteuern kann. So verläuft auch die inhaltliche Argumentation der Helikopter Hysterie nicht formal, sondern mehrdimensional, verschachtelt und multilinear – "eine ständige Bewegung auf einen unerreichbaren Ursprung hin". Anagrammatisch ist nicht so sehr das spielerische Einschreiben der Muster in die Matrix, das Spiel also the name of the game, nein, anagrammatisch ist eine andere Inschrift, für deren Aggregatzustand name nur als Name dienen kann; nicht als Metapher von transgressiver Flexibilität, sondern als Begriff von besonderer Dichte. Walter Benjamin sprach vom "waldigen Inneren" des Begriffs, das im Namen (name) nach außen gekehrt, auswändig wird. Mehr und immer neue Schichtungen, Zusammenhänge, Bedeutungen und Beziehungen werden zur Wahrnehmung gebracht. Diese Auswändigkeit markiert eine Materialität der Texte, deren Dauerhaftigkeit das Überdauern "nicht der Referenten und der Träger der Namen, sondern das Andauern der Referenz ist." (Benjamin)

<Igor Sikorsky?><I risk sky or go!> Nach Oscar Wilde ist es zweckmäßig, "den Gegenstand so zu sehen, wie er eigentlich nicht ist." Ein Problem bleibt: Wenn das Unbekannte vorgestellt wird, wird es alsbald in das Bekannte absorbiert. Zu benennen heißt bannen, ordnen, grenzen. Darum darf der Name des GO.. nicht (aus)gesprochen werden – niemand darf die Gottheit, die Totalität, begrenzen. Dostojewski verstand die Schwierigkeit, Realität adäquat zu benennen: "Die Wirklichkeit ist nicht auf das begrenzt, was uns vertraut erscheint. Das Gewöhnliche besteht zu großem Teile aus dem Latenten, dem noch ungesprochenen Wort der Zukunft." Für die wissenschaftliche Erratik bedeutet dies eine Entdeckung des Dogmenzerfalls zum Konvergenzpunkt freier Theo- und Empirie.

<Helicopters?><Pilots cheer!> An dieser Stelle möchte ich den Leser oder die Leserin vorbeugend warnen. Als Autor befinde ich mich in einem Konflikt. Wieviel von dem, was ich berichten werde, ist schlicht und einfach Wissenschaft, die ich in hoffentlich klaren Worten wiedergebe, und inwieweit betrete ich als Metaphysiker oder Philosoph spekulatives Terrain?

Mancher mag angesichts der Fülle, Divergenz und Komplexität des vorliegenden Materials von Konfusion ergriffen werden oder Ermüdungserscheinungen zeigen, besonders bei den vielen Seiten technischer Geschichte und Spezifikation. Ich habe mich bemüht, alles so allgemein verständlich und spannend zu halten, dass es jede/r mit etwas Interesse für die Thematik mit Vergnügen zu lesen vermag. Grundlegende Kenntnisse erratischer Heuristik, insbesondere der Bedeutung von Simplifikation, Gleichgewicht und Wiederholung mögen bei der Lektüre hilfreich sein.

Auf die vorliegende Arbeit wurde viel Zeit verwendet, und ich bin der Überzeugung, dass die Natur meiner Motivation sowie das Ausmaß meines Engagements zu brauchbaren Ergebnissen geführt haben. Wenn ich etwas gelernt habe, dann dies: Das Wissen wird durch die Wissenschaften fragmentiert. Und: Es ist falsch, davon auszugehen, ein System wissenschaftlicher Gesetze sei endgültig und absolut exakt. Das Universum ist nicht nur seltsamer, als wir es uns vorstellen, es ist sogar seltsamer, als wir es uns vorstellen können. Und manchmal verhüllt unsere Vorstellung von der Realität diese wie ein Schleier. Dieser Schleier mag zerrissen werden von der Dynamik des erratischen Gedankens. In dieser Dynamik, in diesem Ozean erratischen Denkens, sollten wir baden, sollten in ihn eintauchen, wo er am tiefsten ist und am gewaltigsten, sollten gegen seine Strudel kämpfen und von seinem Wasser trinken. Seine Fluten werden uns zur Perfektion erheben.


Weiter mit Kapitel Zwei in der aktuellen Ausgabe der

Helikopter Hysterie ZWO
Maas Verlag, Berlin 2006
MaasMedia Vol. 19
ISBN 3-929010-58-5

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Pressestimmen
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Nie wieder wird man Hubschrauber denken, ohne Heinrich Dubel zu denken. – Frankfurter Rundschau

Heinrich Dubel ist das Bindeglied zwischen Jakob Böhme und Erich von Däniken, zwischen Hugo Ball und Fox Moulder, zwischen Gilles Deleuze und Guy Debord. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Subtext der Helikopter Hysterie ist die Klassifizierung der Wissenschaften unter dem Aspekt der von ihnen produzierten Seltsamkeiten. Junge Welt

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass selbst der Möglichkeitssinn überfordert wäre, hat man es immer noch mit einen klasse Geschichte zu tun. Und mit einem begnadeten Geschichtenerzähler sowieso. Taz

"Ein etwas anderes Buch. Kein Lehrbuch über Hubschrauberfliegen, kein Typenbuch, kein historischer Rückblick. Es ist schwer herauszufinden, was hinter dem Titel und dem Inhalt steckt. Doch beim Blättern, beim Lesen der Kapitel, oder sagen wir mal mehr Abschnitte erkennt man, das der Autor mehr als nur etwas über Hubschrauber mitteilen will. Er fragt, erklärt und philosophiert über den Autogiro, Helikopter oder wie es noch anders aus dem griechischen Begriff erklärt ist. Das Buch ist eine Sammlung von allem, was sich mit dem Thema Hubschrauber befasst. Zeitungsausschnitte, Kurzgeschichten, Fotoartikel oder Werbeplakate. Filmposter, Gemälde, Grafiken und Modelle. Es ist eigentlich alles zusammengetragen, was auch nur entfernt mit dem Thema zu tun hat. Dabei trifft die Vergangenheit über die Gegenwart auf die Zukunft. Es werden geheime Projekte beschrieben und nie verwirklichte Typen gezeigt, einfach alles was mit Hubschraubern zu tun hat. Bei diesem Buch muss man sich, interessiert man sich für das Thema, vertraut machen und es ersteinmal versuchen zu verstehen. Dann aber macht es Spaß zu blättern, zu suchen und sich die Einzelnen Kapitel zu Gemüte zu ziehen. Ein wirklich aussergewöhnliches Werk, welches schwer hier oder dort einzuordnen ist." – Roger. Das Magazin des Pilot und Controller Club Berlin
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> Besprechung in Junge Welt von Andreas Hahn
> Besprechung auf Spiegel Online von Gunnar Luetzow
> Besprechung auf Telepolis von Krystian Woznicki
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> Interview mit Heinrich Dubel in Berliner Zeitung
> Interview mit Heinrich Dubel auf CRE
> Interview mit Heinrich Dubel zum Thema Hubschrauber in der Kunst, in Art. Das Kunstmagazin
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Weitere Links
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> Dictionary of War – Helicopter
> Lutz C. Pramann – Starflex ROTOR
> OHIO Nr. 8 – Erratische Helikopterfotografie
> Helikopterposter "It's a Chopper, Baby" (PRODUKT #006)
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